Der ökologische Fußabdruck ist eine Erfindung der Ölfirma BP. Die Erzählung schiebt die Verantwortung von den Verursachern zu den Endverbrauchern. Argwöhnisch belauern wir den Konsum unserer Mitmenschen und geißeln uns selbst für jede möglicherweise vermeidbar gewesene Emission. Wir wägen zwischen Bio, Regional, Unverpackt und unserem Geldbeutel ab. Aber wie wir uns auch entscheiden, den perfekte klimaneutrale Konsum gibt es nicht. Wenn der Überkonsum das Problem ist, macht es keinen Sinn ihn erst am Ende der Verwertungskette zu stoppen, sondern da, wo entschieden wird, was wir konsumieren sollen. Das Gegenteil des ökologischen Fußabdruck ist der politische Handabdruck. Dabei geht es darum, selber politisch aktiv zu werden, die strukturellen Zusammenhänge zu erkennen, mit gewaltfreien, kreativen Aktionen auf Missstände aufmerksam zu machen und echte politische Teilhabe zu fordern.